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Stadtführung zu Fuß und mit S- und Straßenbahn
Wir nehmen Sie mit auf eine außergewöhnliche Stadtentdeckertour! Anderswo heißen sie Tram oder Straßenbahn, der Leipziger nennt sie liebevoll Bimmel. Mit der Bimmel im Linienverkehr und Spaziergängen erkunden wir in einer kleinen Gruppe die Stadt. Zu Fuß erlaufen wir das Zentrum mit dem Alten Rathaus und der Mädlerpassage. Danach geht es zu weiteren Stationen außerhalb der City. Per Tram geht es zurück zum Augustusplatz, wo wir die Unigebäude und das Gewandhaus sehen. Für die Gäste, die Ihren eigenen ÖPNV-Fahrschein nutzen, gilt der ermäßigte Ticketpreis.
Das Neue Rathaus mit Turmbesteigung
Das Neue Rathaus zu Leipzig wurde 1905 in der Blütezeit der Stadt eröffnet. Mit 900 Amtstuben und vielen repräsentativen Sälen spiegelt es das Selbstbewusstsein des Bürgertums wider. Mit 114m baute man sich den Rathausturm in die Höhe, von dem wir die Aussicht auf die Stadt genießen. Der Turm und die Architektur im Stil des Historismus erinnern an die hier stehende Pleißenburg. Von der Burg sind die tief liegenden Kasematten erhalten, die besichtigt werden. Damit die Beamten immer an ihre Arbeiten erinnert werden, hat der Architekt auf jeder Türklinke eine Schnecke gestalten lassen... Die Führung ist nicht barrierefrei.
Stationen und Schwerpunkte:
- die Geschichte der Pleißenburg
- das romantische Neue Rathaus mit Märchenbildern und Fabelwesen
- Haupteingang mit Bauschmuck im Jugendstil
- wir steigen hinab in die Kasematten der Pleißenburg
- die prachtvolle Treppenhaus und die Wandelhalle
- Ratsplenar- und Sitzungssaal (wenn darin keine Veranstaltungen stattfinden)
- Wir sehen das neue Stadtmodell von Leipzig
- hoch geht es auf einen der höchsten Rathaustürme
- wir sehen den letzten seiner Art – den Paternoster im Neuen Rathaus
Führung durch das Bundesverwaltungsgericht Leipzig
Gehen Sie auf eine architektonische und justizgeschichtliche Reise durch das Gebäude des ehemaligen Reichsgerichtes.1879 wurde das Reichsgericht als oberstes Gericht des Deutschen Reiches gegründet und dafür das repräsentative Gebäude gebaut. Außen und innen spiegelt es die Justiztradition wider. Karl Liebknecht verteidigte sich hier gegen den Vorwurf des Hochverrates und 1933 fand der Reichstagsbrandprozess statt. Seit 2002 ist im Haus das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) untergebracht. Auf unserer Führung werden die Aufgaben und die Arbeit des BVerwG anschaulich vorgestellt. Das Bundesverwaltungsgericht ist das oberste Verwaltungsgericht der BRD. Es entscheidet über Streitigkeiten im Bereich des Verwaltungsrechts. Die Führung ist barrierefrei.
Hinweis: Der große Gerichtssaal kann vom 01.06. - vsl. 07.10.2026 wegen Bauarbeiten nicht besichtigt werden.
Stationen und Schwerpunkte:
- wir besichtigen den Justizpalast der wilhelminischen Kaiserzeit
- wir stellen ihnen die Rechtgeschichte seit 1879 in Leipzig vor
- wir zeigen Ihnen die prachtvolle Empfangshalle
- sie sehen die Gerichtsräume und Erfahren mehr zum Reichstagsbrandprozess
- wir erklären Ihnen die Symboliken von Eulen, Streithähne, falschen Schlangen und das alte Testament
- sehen die die Kuppelfenster, wo die Traditionen des deutschen Reiches gezeigt werden
- Erfahren Sie mehr über die Arbeit vom Bundesverwaltungsgericht und die Entscheidungen
- Staunen Sie Sie beim Anblick des Festsaals vom Präsidenten
Johannapark – Baumexkursion und Kulturgeschichte
Der Leipziger Johannapark birgt wunderbare Baumschätze. Auf der Exkursion werden rund 40 Arten auf einer Wegstrecke von 500 m vorgestellt. Dabei reicht die Palette von Exoten wie Sumpfzypresse oder Hickorynuß über seltene Schönheiten wie die Gelbe Pavie oder Geschlitzter Silberahorn. Der Johannapark wurde nach Plänen von Peter Joseph Lenné im Auftrag des Kaufmann Wilhelm Seyfferth angelegt. Wie bei Lenné üblich wurden viele exotische Baumarten angepflanzt, so dass der Park an vielen Stellen den Charakter eines botanischen Gartens bekam. Der Johannapark steht für eine beispielhafte Gartengestaltung im 19. Jahrhundert und berichtet auch über Liebe, Tragik und Leidenschaft.
Das Kasernenviertel in Möckern-Gohlis - die Leipziger Militärgeschichte
Das Kasernenviertel in Möckern ist ein Zeugnis der Leipziger Militärgeschichte. Erste Kasernenbauten wurden schon 1875 errichtet, weitere Bauten folgten ab 1895. Der alte Garnissionsstützpunkt, die Pleißenburg, entsprach schon längst nicht mehr den militärischen Erfordernissen und das Militär wurde wesentlich vergrößert. Im Norden Leipzig entstanden große Militärkomplexe, wo zuerst die königlich sächsischen Truppen Quartier nahmen. Später kamen unter anderem Reichswehr, Wehrmacht, Nationale Volksarmee und die sowjetische Armee. Große Teile des Kasernengeländes sind für die Wohnnutzung umgestaltet worden, teilweise wird das Gelände heute von der Bundeswehr genutzt. Der Rundgang beginnt am längsten Kasernengebäude Europas und führt zur General-Olbricht-Kaserne der Bundeswehr.